Da steht Sie und es geht nichts mehr. Mehrere Telefonate, mit Stephan zwecks Ferndiagnose, mit dem ADAC zwecks Transport zur nächsten Fachwerkstatt (Autohaus Schnaus) und begeisterte Gespräche mit Senioren aus einem Reisebus vertrieben mir die mehr als 3 Stunden Wartezeit. Die Ferndiagnose ergab, dass sich der Zündfinger nicht mehr drehte, was Stephan schon vermutet hatte und irgend etwas von einem Lumpenrad erzählte. Mit einer kaputten Arabella mit Motorschaden zum Workshop bei Stephan aufzutauchen war so nicht geplant. Es war dann schon so gut wie dunkel, als ich mit dem Abschleppdienst beim Autohaus Schnaus ankam. Stephans Freund Thomas und seine Frau fuhren mich dann zu Stephan nach Hause. Stephan hatte nämlich an diesem Abend Besuch von Heinz Bohnes und seiner Frau Brigitte. Ich kam genau richtig zum Essen und es wurde dann noch ein richtig gemütlicher Abend mit Stephan, Betty, Heinz und Brigitte (und Wein).
Morgens ging es dann gleich zur Sache.
Hier sieht man schön, die sogenannte "Membrankupplung" die mir die Oldtimerwerkstatt eingebaut hat, bei der ich nach dem Kauf meine Arabella zum durchchecken hatte. Meine Kupplung war total verglast und ich Depp habe natürlich die alten Teile nicht mitgenommen. Stephan hatte sich schon in Dahn gewundert warum meine Kupplung so schwer zu treten war. Ein Vergleich mit dem Original Federteil der Arabella zeigte uns den Unterschied. Bei der Membrankupplung musste man sich mit seinem gesamten Gewicht draufstellen.
Meine anfängliche ängstliche Zaghaftigkeit beim Auseinanderbau des Motors, es war schließlich für mich eine Operation am offenen Herzen meiner Arabella, verwandelte sich in Zuversicht nachdem Stephan bemerkte:"so blöd stellste dich doch gar nicht an". Trotzdem suchte ich immer wieder seinen Rat für den nächsten Montageschritt. Nachdem wir das Nockenwellenrad mit dem "Lumpenrad" heraus hatten, sah man deutlich den Schaden.
Ölsieb war noch ok und wurde gereinigt.
Ich äußerte Stephan gegenüber Bedenken, ob wir die ganzen Teile, Schrauben und Unterlegscheiben richtig wieder zusammenfinden, nachdem ich auf den Werktisch schaute.
Seine Antwort:" Das werden wir dann sehen, wenn etwas übrig bleibt" konnten meine Bedenken nicht ganz zerstreuen
Wir hatten ein Ersatznockenwellenrad von Stephan eingebaut und montierten den Original Arabella Federteil für die Kupplung.
Nach Wiedereinbau des Motors nach der Reparatur, leider keine Bilder, lief der Motor, Ehrenwort, ich schwöre, etwa zwei bis drei Minuten wunderbar um dann plötzlich ein zyklisches klackendes Geräusch von sich zu geben. Von Himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt hatte ich schon gehört, wusste aber nicht, dass diese beiden Gefühlszustände so dicht aufeinanderfolgen konnten.
Nun gut, wir bauten den Motor nochmal auseinander und verwendeten mein Nockenwellenrad nachdem wir das Ersatzlumpenrad aus weißem Kunststoff von Stephan darauf montiert hatten. Das Ersatzlumpenrad von Stephan war vermutlich nicht die Ursache des klackernden Geräuschs. Wir fanden im Ölsieb ein hartes Metallstück welches wir nicht zuordnen konnten.
Nachdem jetzt alles gut ging, d.h. der Motor lief wunderbar, konnte ich mit Zuversicht meinem geplanten Urlaub mit Marion und der Arabella entgegensehen.
Es war für mich ein wunderbarer Workshop, nicht nur weil Betty immer gut gekocht hatte, sondern auch wegen den abendlichen Gesprächen bei "gutem Wein" (grins). Jederzeit wieder und der nächste ist schon fast ausgemacht.
Seit der Reparatur bin ich jetzt schon wieder mehr als 100Km gefahren. Ölverbrauch ist gestiegen, ansonsten 100-110Kmh kein Problem.