Ok, noch was:
Das schulterige Hauptlager sieht übel aus.
Nach schneller Erstmessung ist bereits das erste Untermaß verbaut.
werde jetzt erstmal die Maße der anderen Lager prüfen,
macht aber alles auf den ersten Blick einen guten Eindruck.
Gruß
Jens
Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
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jensschumi
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
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- Letzter Fuffziger
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Sei froh, dass Du da aufgemacht hast. An der Lagerung hättest Du nicht mehr lange Freude gehabt.
Richtig erkannt: das Schulterlager ist hinüber. Jetzt würde ich mir aber erst mal einen Überblick verschaffen, wie es im Bereich Zylinfer/ Kolben und Köpfe/ Ventile ausschaut, um den Gesamtaufwand abzuschätzen.
Dann alle Wellenzapfen zuerst säubern und in verschiedenen Drehwinkeln messen - beim Schulterlager auch die Breite. Sehr vertrauenerweckend schaut aber die Oberfläche hier nicht aus. Grundsätzlich gilt, wenige tiefe Rillen und dazwischen breite glänzende Flächen sind besser als viele kleine Kratzer (wie hier). Mein Motorenspezialist würde vermutlich raten: schleifen, härten, richten(, wuchten) - 120 bis 180 EUR etwa, die sich wirklich lohnen.
Auch auf die Anlagefläche für den großen WeDi achten, da ist gerne mal eine Rille eingelaufen. Ggf. nach dem Schleifen "Wellenschutzhülse" (bei SKF "Speedi Sleeve") verwenden.
Evtl. hat ja jemand noch eine gute Ersatz-Kurbelwelle.
Einfacher
Motorlager: unsere Nachfertigung ist "erschöpft", aber neuerdings kann Mellmann lt. eigener Auskunft lagernd liefern - auch alle Untermaße bis -0,75 (Frank Mellmann Motorenteile)
nötigenfalls Pleuellager: von BMW, Nummer kann ich raussuchen. Sind breiter als "unsere", aber immer noch schmäler als der Pleuelkörper und deshalb verwendbar. Müssen nur exakt positioniert werden.
Frohes Schaffen!
Manfred
Richtig erkannt: das Schulterlager ist hinüber. Jetzt würde ich mir aber erst mal einen Überblick verschaffen, wie es im Bereich Zylinfer/ Kolben und Köpfe/ Ventile ausschaut, um den Gesamtaufwand abzuschätzen.
Dann alle Wellenzapfen zuerst säubern und in verschiedenen Drehwinkeln messen - beim Schulterlager auch die Breite. Sehr vertrauenerweckend schaut aber die Oberfläche hier nicht aus. Grundsätzlich gilt, wenige tiefe Rillen und dazwischen breite glänzende Flächen sind besser als viele kleine Kratzer (wie hier). Mein Motorenspezialist würde vermutlich raten: schleifen, härten, richten(, wuchten) - 120 bis 180 EUR etwa, die sich wirklich lohnen.
Auch auf die Anlagefläche für den großen WeDi achten, da ist gerne mal eine Rille eingelaufen. Ggf. nach dem Schleifen "Wellenschutzhülse" (bei SKF "Speedi Sleeve") verwenden.
Evtl. hat ja jemand noch eine gute Ersatz-Kurbelwelle.
Einfacher
Motorlager: unsere Nachfertigung ist "erschöpft", aber neuerdings kann Mellmann lt. eigener Auskunft lagernd liefern - auch alle Untermaße bis -0,75 (Frank Mellmann Motorenteile)
nötigenfalls Pleuellager: von BMW, Nummer kann ich raussuchen. Sind breiter als "unsere", aber immer noch schmäler als der Pleuelkörper und deshalb verwendbar. Müssen nur exakt positioniert werden.
Frohes Schaffen!
Manfred
Was ich anfange, bringe ich auch zue
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jensschumi
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Hallo Manfred,
Mellmann ist bereits identifiziert.
Schleifen auf das zweite Untermaß ist bereits klar, allerdings werde ich nur das eine Lager machen lassen.
Nirieren oder Härten sollte nicht notwendig sein - sonst würde in den Büchern sicher was darüber drinstehen.
Den Rest überprüfe/vermesse ich heute abend.
Gruß
Jens
Mellmann ist bereits identifiziert.
Schleifen auf das zweite Untermaß ist bereits klar, allerdings werde ich nur das eine Lager machen lassen.
Nirieren oder Härten sollte nicht notwendig sein - sonst würde in den Büchern sicher was darüber drinstehen.
Den Rest überprüfe/vermesse ich heute abend.
Gruß
Jens
- Letzter Fuffziger
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Härten ist Standard, das steht nicht extra drin. Frage mal bei Mellmann nach, ob Du überhaupt nur das eine Lager bekommst, bzw. gemische Maße, und ob das Lagermaterial ungehärtete Wellen verträgt, ich rechne eher nicht damit, weil zu dem Preis, den er anbietet, eigentlich nur Einstoff-Lager möglich sind. Die aber müssen dann wegen der Wandstärke ähnlich beschaffen sein wie unsere Nachfertigungen. Da war Härten zwingend.
Zweites Argument wäre der Axialdruck während des Auskuppelns auf die Lagerschulter. Da bekommst Du imho sonst viel zu schnell Verschleiß.
Manfred
Zweites Argument wäre der Axialdruck während des Auskuppelns auf die Lagerschulter. Da bekommst Du imho sonst viel zu schnell Verschleiß.
Manfred
Was ich anfange, bringe ich auch zue
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jensschumi
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Da sprech ich im Vorfeld mal mit meinem Motorenbauer und mit Mellmann.
Bin jetzt nicht davon ausgegangen, daß ich das Lager einzeln bekommen, aber Nachfragen schadet ja nichts
Meine 'alten' Lager sind wahrscheinlich noch gut, die sind ja schonmal neu gekommen - messe ich noch nach.
Jens
Bin jetzt nicht davon ausgegangen, daß ich das Lager einzeln bekommen, aber Nachfragen schadet ja nichts
Meine 'alten' Lager sind wahrscheinlich noch gut, die sind ja schonmal neu gekommen - messe ich noch nach.
Jens
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jensschumi
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Fühle mich selber noch als Herr der Lage - das ist die Hauptsache 
Ein paar Wochen habe ich ja noch...
Muß in dieser Zeit außerdem 3 Motorräder (2 davon krank) für die H-Abnahme klar machen und mein rotes Spielzeug auf die Nordschleife vorbereiten...
Eigentlich ganz ok - nur der Job stört...
Gruß
Jens
Ein paar Wochen habe ich ja noch...
Muß in dieser Zeit außerdem 3 Motorräder (2 davon krank) für die H-Abnahme klar machen und mein rotes Spielzeug auf die Nordschleife vorbereiten...
Eigentlich ganz ok - nur der Job stört...
Gruß
Jens
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jensschumi
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Ok,
die Neuigkeiten des Tages.
Habe das Meiste durchgemessen - alles erstaunlich gut.
Kolben noch auf Originalmaß, Kolbenspiel durchgehend 0,06mm - also neuwertig
Ringe alle unter 0,1mm Höhenspiel, einer der Kompressionsring reißt gerade den Grenzwert.
Pleuellager wie auch die Hauptlager auf erstem Schleifmaß, alle Zapfen bis auf das Schulterlager einwandfrei und meßtechnisch vom Feinsten.
Die Schalen habe ich jetzt nicht gemessen, da kann man sich aber an der Optik orientieren.
Die Lauffläche am Simmering KW ist optisch vorhanden, meßtechnisch aber nicht zu ermitteln.
Gruß
Jens
PS:
Ein Spaßvogel hat die Zylindernummer bei #2 auf der Dichtfläche gekörnt.
die Neuigkeiten des Tages.
Habe das Meiste durchgemessen - alles erstaunlich gut.
Kolben noch auf Originalmaß, Kolbenspiel durchgehend 0,06mm - also neuwertig
Ringe alle unter 0,1mm Höhenspiel, einer der Kompressionsring reißt gerade den Grenzwert.
Pleuellager wie auch die Hauptlager auf erstem Schleifmaß, alle Zapfen bis auf das Schulterlager einwandfrei und meßtechnisch vom Feinsten.
Die Schalen habe ich jetzt nicht gemessen, da kann man sich aber an der Optik orientieren.
Die Lauffläche am Simmering KW ist optisch vorhanden, meßtechnisch aber nicht zu ermitteln.
Gruß
Jens
PS:
Ein Spaßvogel hat die Zylindernummer bei #2 auf der Dichtfläche gekörnt.
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- Letzter Fuffziger
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Falls Du es nicht markiert hast (bevor Du reinigst): die Stellung der Büchsen in den Gehäusen sollte nachher wieder wie vorher sein, besonders, wenn Du beabsichtigen solltest, die Ringe weiter zu verwenden.
Manfred
Manfred
Was ich anfange, bringe ich auch zue
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jensschumi
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Ups, ach das meinten die mit den Strichen...
Dann müßte man aber auch die Kolbenringe wieder genau so hindrehen.
Die Längsrichtung bekomme ich vom Tragbild hin, der Rest muß dann zusammenwachsen...
Jens
Dann müßte man aber auch die Kolbenringe wieder genau so hindrehen.
Die Längsrichtung bekomme ich vom Tragbild hin, der Rest muß dann zusammenwachsen...
Jens
- Letzter Fuffziger
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle
Kolbenringe drehen sich im Betrieb, das ist kein Problem. Nur die Büchsen verschleißen ungleichförmig. Man sieht am Rand oben meist, wo die beiden "Ohren" vom Brennraum lagen, also die Stellen, wo die Dichtung weiter außen aufliegt. Einfach die Büchsen so wieder reinstellen.
Manfred
Manfred
Was ich anfange, bringe ich auch zue
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