Motor-Lagerschalen woher nehmen?

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Letzter Fuffziger
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Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon Letzter Fuffziger » So 16. Nov 2014, 11:41

Hallo zusammen,

derzeit habe ich den Eindruck, dass es nirgendwo mehr passende Hauptlagerschalen für unsere Motoren gibt. Speziell das Passlager mit dem Kragen ist das Problem, für die glatten habe ich zumindest gerüchteweise von umgeschliffenen Ersatztypen gehört.

Auch die einschlägigen Ersatzteilhändler, die die Lager in Ihrem Katalog führen, haben nur prinzipiell die Möglichkeit, eine Fertigung extern anzustoßen - ihnen fehlt es aber nach eigener Aussage schon an den entsprechenden Musterstücken. Verkompliziert wird das Ganze ja noch durch die verschiedenen nötigen Maße (0, erstes, zweites Untermaß)

Ich hätte hier mal gerne folgendes geklärt und verfügbar gemacht:

1. Wer hat noch ..?
2. Wer hatte dauerhaften Erfolg mit Ersatzmaßnahmen - und vor allem welchen?
3. Was ist hinsichtlich originalgetreuem Ersatz (evtl. Freunde-seitig) schon angedacht/ angeleiert?

Sollte hier "Schweigen im Walde" herrschen, wäre die logische Folge Überlegungen hinsichtlich einer späteren Nachfertigung/ Anfrage bei Kleinserienherstellern anzustellen.
Aber so weit sind wir noch nicht!

Grüße
Manfred
Zuletzt geändert von Letzter Fuffziger am Fr 21. Nov 2014, 08:10, insgesamt 4-mal geändert.
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Gerald & Thomas
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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon Gerald & Thomas » So 16. Nov 2014, 15:55

Hallo Manfred!

Vor dem gleichen Problem stehe ich nächster Zukunft - will mir auch einen Ersatzmotor herrichten.

Habe folgende Adresse aufgetan:

http://www.oldtimer-motorenteile.com/

Das gleiche gilt aber auch hier für die Hauptlager Wartezeit ca. 6 Monate alles andere ist aber sofort lieferbar.

Von dem du deine Traggelenke hast weiß auch nichts, laut seiner Aussage passen nur die Pleuellager von irgendeinem BMW und die müssen nachgearbeitet werden.

Ich werde in den nächsten drei Monaten mal versuchen Teile zu besorgen

Liebe Grüße Gerald
Der "verrückte Österreicher"

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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon Letzter Fuffziger » So 16. Nov 2014, 18:46

Gerald & Thomas hat geschrieben:Das gleiche gilt aber auch hier für die Hauptlager Wartezeit ca. 6 Monate alles andere ist aber sofort lieferbar.


Nicht nur das Gleiche, sondern Derselbe! Da müsste man Teile hinschicken als Muster.
Ich hatte auch schon selber eine Firma "Wulf-Johannsen" (.de) direkt angemailt, aber nie auch nur was wie "haben Ihre Mails erhalten" oder so zurückbekommen.
Nicht sehr befriedigend!

lbG
Manfred
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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon borgideluxe » Mo 17. Nov 2014, 11:38

Hallo,

guckst du hier: http://kleinanzeigen.ebay.de/anzeigen/s ... ref=search

Gruß
Joachim

Tipp: Vor dem Kauf bitte prüfen.

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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon borgideluxe » Di 18. Nov 2014, 19:17

Lagerschalen Stephan, Lagerschalen... :mrgreen:

Und das für m.E. kleines Geld.

Bei so etwas werden sogar Lehrer schnell. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

Tschuldigung :oops:

Freut mich wenn er das bekommen hat, was er gesucht hat.

Gruß
Joachim

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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon Letzter Fuffziger » Di 18. Nov 2014, 19:23

Irrtum, ich war's nicht. Pleuel habe ich nämlich noch einen letzten Satz. Sie sind außerdem lieferbar und ich brauche kein Untermaß.

Das hier sollte ja auch kein Schnellschuss werden , sondern eine langfristige Lösung anschieben!

Grüße Euch!
Manfred
Zuletzt geändert von Letzter Fuffziger am Fr 21. Nov 2014, 08:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon Letzter Fuffziger » Mi 19. Nov 2014, 11:51

Leute, Hauptlager werden ein Abenteuer!

Grundsätzlich ist die Lagerkonstruktion bei der Arabella wieder mal sehr speziell - zuerst die gute Nachricht:
die Lagerbreiten sind im Verhältnis zum Durchmesser eher überdimensioniert, was Druckbelastung und Lebensdauer günstig beeinflusst.
Dazu kommt noch der gute Kräfteausgleich beim Boxermotor - vor allem bei gut gewuchtetem Kurbeltrieb und abgestimmten Gewichten.

dann aber: wegen des Gehäusematerials Alu hat man sich offenbar damals entschlossen, die Stützschalen der Lager ebenfalls aus Aluminium zu fertigen.
Hauptgrund dürfte die höhere Wärmeausdehnung von Alu gegenüber Stahl sein. Die weit verbreiteten Stahlschalen in einer Alu-Bohrung können (lt. Lehrbuch) dazu führen,
dass das Lager bei Wärme nicht ausreichend "mit wächst", seinen Festsitz im Gehäuse verliert und die Bewegungen die Bohrung ausweiten. Die Zapfen
in den Sitzen dienen nur der Positionierung beim Einbau.
Mit viel Vorspannung lassen sich die Lager wegen des weichen Gehäusematerials auch nicht einbauen. Das vordere Ringlager z.B. hat eine Überpassung von 3 bis 4/100 mm.
Offenbar um eine genügende Festigkeit zu erreichen, sind die originalen Leichtmetall-Schalen sehr dick, unsere Lager haben eine Gesamt-Wandstärke von 4 (!) mm.
Vielleicht "schwellen" Sie dadurch auch noch etwas bei Wärme.
Die Laufschicht besteht laut Werkstatthandbuch aus Zinn/ Blei, also Lagermetall der alten Güte.

All das ist heute nicht mehr üblich; es werden wesentlich dünnere Lager mit Schichten unter 1mm auf Stahlschalen verwendet.
Original-Hersteller war laut Punzierung damals Kolbenschmidt. Ich weiß aber von früheren Versuchen, dass man dort auf Anfragen
nach historischen Produkten eher mal gar nicht reagiert.

Das schwächer dehnende Stahlmaterial der Kurbelwelle führt lt. Literatur allerdings dazu, dass bei Betriebstemperatur (bis 120°C) das Lagerspiel um ewta 85µ bei
unserem Durchmesser zunimmt. Bei einem erlaubten Lagerspiel (kalt) von 84µ bekommen wir rundum einen Spalt so im ebendem Bereich. Das kommt mir schon reichlich vor,
könne aber das kleinere Übel sein und würde auch erklären, warum kein allzu dünnes Öl gefahren werden sollte.
Man könnte ja vergleichend bei Porsche-Motoren schauen, wie es da gelöst ist. Die haben dieselbe Materialpaarung und viel mehr Leistung.

Ausschlaggebend wird also sein, ob sich ein Hersteller finden lässt, der uns die richtigen Lagermaße anfertigen kann und taugliche temperaturbedingte Maßänderungen
für unsere Alu-Gehäuse zusichert.
Andernfalls bliebe nur der Versuch, das Lagermetall aus den originalen Trägerschalen auszuschmelzen oder diese neu zu drehen (Legierung?) und die Lagerflächen neu zu gießen.
Wahrscheinlich müsste man solcherart hergestellte Lager in einem leeren verschraubten Gehäuse auf Endmaß bringen.
Wer das dann könnte, bin ich überfragt - vom Zeitaufwand im Vorfeld und den Kosten abgesehen.

Ich stelle das mal zur Diskussion und hoffe auf sachdienliche (!) Beiträge.

Grüße Euch!
Manfred
Zuletzt geändert von Letzter Fuffziger am Do 20. Nov 2014, 13:25, insgesamt 5-mal geändert.
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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon Letzter Fuffziger » Do 20. Nov 2014, 13:16

Das sagt der Richtige!

Wie lang stand es bei Dir? :mrgreen:

Außerdem habe ich erst mal das alte Rad ergründet, soweit nachvollziehbar. Was würdest Du tun, lass hören!

Manfred
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arn
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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon arn » Do 20. Nov 2014, 14:31

Stephan nu laß mal! Ist doch hoch interessant, Coupes gibts, Lagerschalen braucht die Gemeinde!
Grüße, Arn

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Re: Motor-Lagerschalen woher nehmen?

Beitragvon Letzter Fuffziger » Fr 21. Nov 2014, 17:46

Wenn Du welche ausgräbst, haben da schätzungsweise 5 + x Leute sofort Bedarf.
Was ich anfange, bringe ich auch zue


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