Motor abdichten

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SaschaV6
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Motor abdichten

Beitragvon SaschaV6 » Do 2. Jul 2015, 06:41

Hallo Zusammen,


da die Arabella im Moment sehr viel Öl und Wasser braucht und ich noch 2 Motoren in der Garage bei meinem Dad liegen habe, dachte ich mir,
ich dichte einen von den Motoren neu ab, und bau den dann ein.
Bevor ich das Anfange hab ich noch ein paar Fragen, die mir sicher hier beantwortet werden:

1. Wie kann ich den Motor im ausgebauten Zustand prüfen, ob der noch was ist? Gibts da eine Möglichkeit?
Also mein Opa war Automechaniker, hat überall Lappen reingestopft und hoffentlich auch alles bissel eingeölt,
nichtsdestotrotz muss ich einen von beiden Motoren auswählen. Können die nach langer Liegezeit noch durchdrehen?

2. Wie erkenne ich ob es ein 38 PS oder ein 45 PS Motor ist? Ich meine gelesen zu haben, dass das am Vergaser erkenntlich ist?
Ein Typenschild gibts auf den Motoren keine oder?

3. Ist der Dichtsatz von "autodus" für 170 Euro zu gebrauchen? Fehlt da noch was?

Danke für die Antworten.


Gruß Sascha

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Letzter Fuffziger
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Re: Motor abdichten

Beitragvon Letzter Fuffziger » Do 2. Jul 2015, 11:52

Hallo Sascha,

versuchs einfach, ob sie drehen. Evtl. brauchen Sie nur einen Ruck. Stephan Schnaus hat Erfahrung, wie man auch stärker "angeklebte" Motoren wieder flott kriegt.
Am besten nimmst Du da mal Kontakt auf.

Man erkennt zwar auch die Anbauteile eines 45ers (Vergaser 32 PCI statt 28, größerer Rohrdurchmesser bei der Brücke), aber nicht,
ob da zwingend auch ein 45er drunter steckt. Einige wollten auch normale 38er so aussehen lassen.
Einzig sicheres äußeres Merkmale sind die Durchmesser der Einlass- und Auspufföffnungen auf der Ober- und Unterseite der Köpfe.
38er: E=26, A=28mm
45er: E=30, A=32mm

Man kann den Dichtsatz verwenden, allerdings, "schön" sind besonders die Kopfdichtungen nicht (von Hand ausgestanzt).
"Nur" neu abdichten ist aller dings so 'ne Sache. Das läuft für die Mittelnaht auf 'ne Totalzerlegung raus. Wenn der Motor dreht, würd' ich lediglich die beiden
alten harten Wellendichtringe gegen neue tauschen und das Anzugsdrehmoment für die Köpfe kontrollieren, Ventile einstellen, neues Öl und dann ausprobieren.
Motorwechsel ist ja nur rausziehen/ reinschieben! Dann bissl ablassen und nachsehen, dass kein Wasser im Öl ist und erst mal fahren.
Schrauben kannste immer noch.


Gruß.
Manfred
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Re: Motor abdichten

Beitragvon stephan » Do 2. Jul 2015, 19:52

so etwa seh ich das auch ..

never zerleg running motors ;-)

übrigens sascha ... die beiden motoren von dir ... einer is kernschrott ..der setzt beim durchdrehen auf ...muss also auseinander .. und der zweite läuft gerade zufriedenstellend in unserer faltdach ... bläut wie sau ... aber vielleicht laufen sich kolbenringe und co ja wieder ein ... der war nämlich festgerostet !

und beim ölsieb (dicht bis zum anschlag) rausschlagen kam richtig gut wasser raus ...

aber die ersten 25 km is er friedvoll gelaufen und kriegt die tage noch mal n ölwechsel mit siebreinigung ... und ich bin zuversichtlich dass er seinen dienst verrichten wird !

stephan
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Re: Motor abdichten

Beitragvon borgideluxe » Fr 3. Jul 2015, 16:24

Hallo,

ich sehe das etwas anders. (vielleicht auch deswegen weil ich gerade meinen Motor zerlegt habe)
Komplett zerlegen und nachschauen was los ist!
So eine fürchterliche Prozedur ist es nun mal auch nicht.
Motor einbauen und wieder ausbauen ist m.E. ärgerlicher.
Es ist eben halt ein Glückspiel wenn man nicht genau weiß was man da einbaut.

Ich würde mir in Ruhe einen Motor aufbauen und deinen eingebauten so lange fahren.

Mein Meinung!

Gruß
Joachim

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Re: Motor abdichten

Beitragvon Letzter Fuffziger » Fr 3. Jul 2015, 17:29

OK, dann sind ja jetzt die beiden Extreme versammelt - dazwischen gibt's aber tatsächlich wenig. Hat man nämlich erst mal offen
und findet drinnen "Mist", will man den gar nicht mehr einfach wieder zusammenstecken und weiterfahren.

Wenn Du in der Lage bist mit Deinem eingebauten Teil noch eine Weile zu überstehen, dann geh den sorgfältigen Weg - und fang' jetzt gleich damit an,
die Kurbelwelle zu vermessen, ob Du nicht neue Lager brauchst (was ich heftigst vermute). Die kannst Du noch bis 19.7. bestellen.
'Ne Anleitung zum schnellen Zugriff gibt's hier: viewtopic.php?f=15&t=289&p=1732&hilit=schnellstm%C3%B6glichen+pr%C3%BCfenden#p1732

Wenn nicht, hoffe auf Funktion und baue anschließend, wenns funzt, den getauschten neu auf.

Wäre halt gut, was über die Laufleistung zu wissen (borgideluxe redet da leicht, der hat ja noch keine!)
Sonst ist halt womöglich auch Alles fällig:
Neue Lager (alle 7 an der Kurbelwelle), neues Stirnrad,
Laufflächen für die Wedis prüfen/ mit Wellenschutzhülsen erneuern
Pleuelaugen oben "ausgenuckelt"?
sind die Kolben in Ordnung (Risse; Durchmesser, Bolzenauge, Nutweiten)?
neue Kolbenringe
sind die Laufbuchsen maßhaltig, keín Absatz am oberen Totpunkt?
Fußdichtungen neu (Sitze narbenfrei?)
Stößelstangen in Ordnung?
Kein Ventil "verbrannt"?
Ventilführungen neu
Ventilfedern kräftig?
Ventilsitze?
Alufraß am Kopf?
Ölpumpenräder maßhaltig?
Gewichte der Pleuel und Kolben prüfen/ verbessern
Abdichtung rundum
Überholung aller Anbauteile, va. Wasserpumpe, Verteiler und Benzinpumpe

Das ist VIEL mehr als nur 'ne Kleinigkeit, und entweder prüft/ macht man Alles oder "das taucht nix"!
Das ist nicht dahergeredet, denn ich habe gerade alle meine Motorenteile gesichtet und baue jetzt nach der 4. Motorzerlegung den ersten auf.
Kurbeltrieb, und zuvorderst Kolben und Buchsen waren bei keinem jetzt noch zerlegten Motor wirklich gut, wären aber wohl noch 15 bis 20 tsd. km gegangen.
So ist es meistens.

Gruß
Manfred
Zuletzt geändert von Letzter Fuffziger am Sa 4. Jul 2015, 07:07, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Motor abdichten

Beitragvon borgideluxe » Fr 3. Jul 2015, 18:58

Na Manfred,

meinst du nicht das hier jetzt ein Spagat prakteziert wird.

Einmal so einbauen mit absolutem Vertrauen das dieses Teil läuft und dann den Teufel an die Wand malen als wenn alles Schrott wäre.

Wie soll sich einer Fühlen, der neu ist und noch sehr wenig Erfahrung hat.
Das du auf deine Lagerschalen hinweißen willst, kann ich ja verstehen, aber doch nicht gleich alles Schwarz malen.

Ich denke mal Sascha sollte sich selbst ein Bild machen. Ich weiß ja nicht ob er entsprechende Hilfe oder ein gewisses Geschick hat solche
Arbeiten zu erledigen.

Zu fragen ist, was überhaupt an seinem eingebauten Motor undicht ist. Wenns nicht gerade der Simmerring hinter der Schwungscheibe ist, sind
Abdichtugsarbeiten ja auch mit geringem Aufwand evtl. möglich.

Dann kann man sich mit Geduld auch den anderen Motoren widmen um einen wieder herzustellen.
Eine Anleitung dazu hast du ihm ja gegeben. ;) Hoffentlich ist der damit nicht erschlagen. :D

Das ist jedenfalls meine Meinung dazu

Gruß
Joachim

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Re: Motor abdichten

Beitragvon stephan » Fr 3. Jul 2015, 19:27

ja ja der manfred ...zerlegt alles vermisst wirft weg optimiert und macht und tut ..

sorry ... aber den seitenhieb musste jetzt ab !

ich hab schon einiges an arabellen von dir gesehn und gefahren ... aber so n richtig schön seidenweicher war noch nie dabei ?!

warum ? wenn du alles neu machst besser als damals .. und mit neuem equipment (BKV und co)

ich lad dich ein ... komm vorbei .. wir vergtleichen bremswerte von der weißen faltdach und deiner ... dann fahren wir n beschleunigungsrennen mit uralt unzerlegt motor ...und deinem optimierten ..

schau mer mal ...und ich fahr bekanntermassen net richtig wenig ! weil ich halt net dauernd am vermessen und schrauben bin ;-)

stephan
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Re: Motor abdichten

Beitragvon Letzter Fuffziger » Fr 3. Jul 2015, 19:45

Hi, Joachim, Du w i l l s t es mal wieder missverstehen!
Du hast doch mit Totalzerlegung angefangen: "So eine fürchterliche Prozedur ist es nun mal auch nicht"
Ich habe nur wahrscheinliche Fehlerstellen aufgezeigt und damit im Grunde dagegen argumentiert. Das ist kein Widerspruch!

Jetzt nochmal ganz klar:
1. der Tauschmotor dreht nicht und ist auch nicht dazu zu bewegen >>> ???
2. er dreht, dann kann man ein "Umstecken" riskieren - und weiß dann zumindest nach einigen 100 km, was mit dem 2. Motor los ist.
3. man will jetzt oder später einen Motor "sauber hochziehen", dann sind mit großer Wahrscheinlichkeit die angesprochenen Punkte kritisch.

Zu guter Letzt:
Wenn man schon Punkt 3 ins Auge fassen will ("Dann kann man sich mit Geduld auch den anderen Motoren widmen um einen wieder herzustellen"),
besteht eben gerade jetzt (und nicht mehr in drei Wochen!) die absolut einzige Gelegenheit, sich wichtiges Material dafür zu sichern.
Und nein, es sind nicht "meine" Lager und ich habe davon nichts außer Arbeit. Ich bin weder der Hersteller noch ein Händler!
Warum sollte denn ein "Neuer" nicht informiert werden, wenn sich womöglicher Bedarf abzeichnet. Nachher heißt es dann: "Da hätte mal einer
deutlicher darauf hinweisen können, dass das eine einmalige Sache ist."
Schlussendlich finde ich es ziemlich demotivierend, sich den A... aufzureißen, um für möglichst viele Teilnehmer einen günstigen Preis
zu ermöglichen und dann Ohrfeigen dafür zu ernten. Der Preis hängt nun mal an der Stückzahl!

Schönen Abend!
Manfred
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Re: Motor abdichten

Beitragvon Letzter Fuffziger » Fr 3. Jul 2015, 19:59

Hallo Stephan,

bin da grade etwas dünnhäutig: so stimmt es einfach nicht, das Gegenteil ist richtig.
Ich habe "so fahren wie es ist" zweimal mit Misserfolg abgeschlossen und mit meiner derzeitigen Arabella einen Motor gekauft, bei dem die Pleuellager taten wie'n Hammerwerk.
Dir alles bekannt.

Der vorhandene Motor besteht aus den (mit Unsicherheit) guten Komponenten von zweien und tut es (noch) gut, und wo das "nicht mehr" dann liegt, kann niemand in der Kristallkugel sehen.
Meine Zeit reicht gerade, um das Zeuch am Laufen zu halten. Woher soll da denn bisher bitte "seidenweich" kommen??
Mein Material ist mengenmäßig begrenzt. Bei den zerlegten Teilen habe ich für mich persönlich das Thema "nehmen und zusammenstecken" abgeschlossen.
Das wird gescheit gemacht. Die "ermessenen" Werte zu den oben genannten Punkten sprechen eindeutig für diese Methode.

Die Geschichte mit dem nicht-Serien-Motor ist klar als "Spinnerei" deklariert, reizt mich eben, noch lange nicht abgeschlossen und Ende offen. Auf Rennen habe ich überhaupt keine Lust.

Der wirkliche Grund für den Bremskraftverstärker ist Dir auch bekannt: Schmerzen im Fußgewölbe, die ich übrigens unterdessen im Alltag auch schon habe, nicht nur beim Bremsen.

Und jetzt ist hoffentlich alles gesagt, was Sascha überhaupt nichts bringt!

Ebenfalls schönen Abend!
Manfred
Zuletzt geändert von Letzter Fuffziger am So 5. Jul 2015, 08:48, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Motor abdichten

Beitragvon borgideluxe » Fr 3. Jul 2015, 20:28

Naja,

ich weiß nicht wer hier was Missversteht!
Ok, ich bin kein Lehrer, aber mein Auto läuft auch super. :mrgreen:

Ich halte mich nun raus weil ich Sascha nicht noch mehr verunsichern will.
Das war und ist nicht meine Absicht.

Gruß und schönes Wochenende

Joachim


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