Es ist eine lange Geschichte...

Hier könnt ihr eure Arabella und/oder Euch selber vorstellen
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Presseabteilung
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Es ist eine lange Geschichte...

Beitragvon Presseabteilung » Mo 8. Jun 2015, 11:09

...aber okay: Ich mach‘s ganz kurz.

Die Arabella war 25, ich 17, gekauft habe ich sie im Frühjahr 1985 – da war sie ein Youngtimer, aber das Wort war in der Oldtimerszene noch nicht gebräuchlich. "Junger Typ mit seltsamem Auto" trifft die Außenwahrnehmung jener Tage noch am besten. Und günstig war sie auch: 2300 D-Mark habe ich damals für sie bezahlt (72 000 km, zwei Jahre TÜV, Pappdeckel-Brief dabei), eine neue Vespa PX 80 wäre etwas teurer gewesen. Über 50 000 Kilometer haben wir gemeinsam im Alltag verbracht, ich war damals Nachwuchs-Lokaljournalist und gehöre damit wahrscheinlich zu den letzten Deutschen, denen ein Borgward beim Aufbau der beruflichen Existenz behilflich war. Anfang der Neunziger rückte die Arabella etwas in den Hintergrund, ich wechselte meine mittelalten (und klassischen) Gebrauchten wie Oberhemden, hatte zwischendurch zwei Isabella Coupés und eine Isabella TS Limousine (die durfte bis heute bleiben wie auch ein Hansa 1100 Geschäftswagen). Eine Restaurierung der Arabella zog sich jahrelang hin, und als sie endlich fertig war, verwandelte sie ein Spediteur auf dem Transport zur Werkstatt erneut in einen Sanierungsfall. Schwups, 30 Jahre vorbei: Die Stoßstangen, die ich vor 15 Jahre für ein Heidengeld verchromen ließ, haben schon wieder Pickel.

Neuerdings fahre ich sie wieder und staune, wie gut so eine Arabella in den Auto-Alltag des Jahres 2015 passt. Ja, Alltag – ich bringe die Tochter zur Schule (ihr Cello und das Longboard passen in den Kofferraum, es ist ja kein Käfer), fahre zur Arbeit in die Hamburger Innenstadt oder zum Kaffeetrinken an die Oldtimer-Tanke bei den Elbbrücken. Und ich merke, wie glücklich mich mein erstes Auto macht. Wieder. Immer noch. Das 13-jährige Mädchen, deren Mutter ich mit der Arabella zum ersten Rendezvous abholte, wünscht sich, dass ich ihr Arabella-Fahren beibringe. Was bitte soll mich die Tatsache scheren, dass die Erhaltung einer Arabella in keinem Verhältnis zum Marktwert steht?

Das Forum verfolge ich schon länger: Viele von Euch kenne ich, andere noch nicht. Als einer, der den Altersschnitt der Arabella-Fahrer seit 1985 drückt, freue ich mich sehr darüber, inzwischen nicht mehr der Jüngste zu sein. Geht doch – hat aber echt Geduld gebraucht.

Bis bald im großen Dorf der Borgward-Liebhaber –

Christian
http://www.borgward-presseabteilung.de

Ich hänge zwei Fotos an: Einmal junges Glück mit Arabella, 26 Jahre her (die Welt war noch teilweise schwarzweiß). Und Arabella mit Besitzer, heutiger Zustand.
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Wir fahren Borgward – und schreiben darüber.

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stephan
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Re: Es ist eine lange Geschichte...

Beitragvon stephan » Mo 8. Jun 2015, 18:15

eine wunderbare geschichte ...wie von dir nicht anders zu erwarten !

schön dass du den weg zu uns gefunden hast

stephan
Arabellafahrer sind glückliche menschen ...und meisst frisch geduscht;-)

nachdem mails die von hier weitergeleitet werden meisst nicht ankommen sondern im spam filter landen ...

hystephan@aol.com bitte direkt benutzen !


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