Scheinbar verschiedene Hauptbremszylinder

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Letzter Fuffziger
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Scheinbar verschiedene Hauptbremszylinder

Beitragvon Letzter Fuffziger » So 19. Okt 2014, 09:52

Hallo zusammen!

Weil ich diese Saison bereits einen knappen Behälter voll Bremsflüssigkeit verloren habe (das meiste hing am Gabelträger unterm Getriebe),
musse der Hauptbremszylinder raus.

1. Erkenntnis: eine absolute Sch...-arbeit wie der da zwischen die Verstrebungsbleche reingeknört ist!
2. Erkenntnis: der Kühler ist die absolute Schmutzfalle und gehört eigentlich turnusmäßig ausgebaut und gereinigt.
3. Erkenntnis: bereits nach 2 1/2 Jahren Motorbetrieb und absolut hinreichenden Wasserzusätzen hat sich im im Kühler etliche braune Trübung abgesetzt - also auch durchspülen!
Ich frage mich allerdings, woher die braune Soße in einem Alu-Motor kommt. Für mich kommen nur die Zylinderbuchsen als Rostquelle in Frage.

4. es gab offenbar zweierlei Hauptbremszylinder, für mich eine ganz neue Tatsache [so schien es]
Ausgebaut habe ich einen mit der Beschriftung "17" auf dem Guß.
Überholt liegen und eingebaut habe ich jetzt einen mit der "19". Der ist außen deutlich dicker!
Beides sind ATE-Zylinder und offenbar nicht nachgearbeitet. Sie haben beide den korrekten Flansch und das Arabella-typische Anschluss-Schema mit 3 unten/ 1 vorn.

Sollte da irgendwann in der Serie ein Wechsel erfolgt sein, oder gab es für den stärkeren Motor eine Änderung?
19 statt 17 bedeutet ja bei gleichen Radbremsern einen etwas kürzeren Weg, aber höhere Pedalkräfte.

[wie sich jetzt beim 2. Mal Hinsehen herausstellt, hat man offenbar in diesem Fall in ein 19er Gussstück eine 17er Bohrung eingebracht - raffiniert!]

Hat wer was Sachkundiges zu dem Thema?

Sonntägliche Grüße
Manfred
Zuletzt geändert von Letzter Fuffziger am Sa 8. Nov 2014, 17:03, insgesamt 3-mal geändert.
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Gerald & Thomas
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Re: Verschiedene Bremszylinder

Beitragvon Gerald & Thomas » So 19. Okt 2014, 11:52

Hallo!

Braune Brühe im Kühler deutet darauf hin das du den falschen Kühlerfrostschutz fährt - muß ein kompinierter sein für Alu und Stahl

Habe da sehr gute Erfahrungen mit Glysantin G40 gemacht fahre das seit ich meine Arabella habe (6 Jahre) und habe noch nie Ablagerungen im Kühler finden können.
Habe erst vorige Woche meinen Motor wieder einbaut und mir dabei meinen Kühler sehr genau angeschaut und auch durchgespült - absolut keine Spur von brauner Brühe.

Kühlernetzreinigung - mache das immer vor dem einwintern mit dem Dampfstrahler und Motorreiniger - aber Achtung auf den Gummi zwischen Ventilator und Kühler

Ach ja habe seit gestern die 4 Traggelenke in meinem Kofferraum liegen Preis werde ich noch erfragen.

Liebe Grüße Gerald
Der "verrückte Österreicher"

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Letzter Fuffziger
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Re: Verschiedene Bremszylinder

Beitragvon Letzter Fuffziger » Mo 20. Okt 2014, 14:30

Hallo Gerald,

bestens, vielen Dank! Kann ja mal besonders auf Deinen Hinweis achten beim Frostschutz.
Den Kühler würd' ich im eingebauten Zustand eher nicht "durchblasen" wollen.

Der Gummi "juckt" mich nimmer! Fahre da unterdessen die Billiglösung:
Schlauch vom Kinderfahrrad/-roller nehmen, innen einen Streifen mitsamt Ventil raus schneiden, das Innere nach außen krempeln (!!), montieren, fertig

Bis bald in Franken!
Manfred
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Gerald & Thomas
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Re: Verschiedene Bremszylinder

Beitragvon Gerald & Thomas » Mo 20. Okt 2014, 20:39

@ Stephan: Ja dein Motor ist raus - meiner ist eingebaut - leider läuft er nicht zur vollsten Zufriedenheit :( - Alurad verbaut, absolut leise :D , aber leider kommt Wasserdampf aus der Motorentlüftung wenn der Kühler auf Betriebstemperatur ist :cry: :cry: :evil: , bin ca. 60 km gefahren und hab den Kopf nochmals nachgezogen ist bessergeworden aber immer noch da, nach ca. 5 Minuten kann man den Kühlerverschluss ohne Gegendruck ganz leicht öffnen :cry: - werde den Motor in dieser Woche wieder ausbauen :roll: - hab ja jetzt Übung drin :D - und werde die neue Kopfdichtung wechseln - mal sehen vielleicht funktioniert es ja wenn der Aramotor von einem Laien repariert wird und nicht von einem Fachmann. War die letzte Reparatur die ich dort hab machen lassen. Für den Rückgabetermin habe ich an das zweite Novemberwochende gedacht (Sa8. - So9.) Genauere Detailsder Reperatur dann persönlich vor Ort. Bis dahin liebe Grüße Gerald
Der "verrückte Österreicher"

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Re: Verschiedene Bremszylinder

Beitragvon borgideluxe » Di 21. Okt 2014, 13:18

Hallo,

der original- Hauptbremszylinder hat den Kolbendurchmesser von 17,46 mm
Was anderes ist mir nicht bekannt.

Habe auf der Veterama mit Autodus gesprochen.
Der würde gerne Rad- und Hauptbremszylinder aufarbeiten.
Dazu braut er aber ungefähr 10 Stück.
Wahrscheinlich wird es darauf auslaufen, dass er die auch geringfügig größer bohrt.
Wenn also Bedarf besteht, kann sich mit ihm in Verbindung setzen.

Was den Kühler anbetrifft. Ich habe ein ähnliches Problem. Allerding mit weiß- braunem Schmodder.
Ich werde bei mir die Köpfe runter machen. Der Verdacht von Alufraß an den Zylinderkopfen liegt sehr nahe.
Wäre nicht das erste Mal. Außerdem soll es Zylinderkopfdichtungen geben, die nicht genau gearbeitet sind.
Einfach mal nachsehen.

Gruß
Joachim

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Re: Verschiedene Bremszylinder

Beitragvon Letzter Fuffziger » Do 23. Okt 2014, 18:30

Den 19er habe ich seinerzeit in einer der übernommenen Wühlkisten gefunden und mal auf Vorrat aufbereiten lassen. Das hat sich jetzt ausgezahlt.

Also vorerst nicht festzustellen, was es damit auf sich hat - schade! Werde mal hier berichten, wie es sich damit bremst.

Manfred
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Re: Verschiedene Hauptbremszylinder

Beitragvon Letzter Fuffziger » Do 6. Nov 2014, 17:30

So ein B... mist:
da baut man einen frisch überholten Hauptbremser ein, nur gut 2 Jahre ist der (im Zimmer!) gelegen, will die Anlage befüllen und was ist?
Der Kolben kommt nach dem Treten des Pedals nicht zurück! Weiß der Geier, was da sein kann. Also wieder ausbauen, Kolben raus, nachsehen,
ob irgendwo 'ne Manschette verkniesknaddelt ist, ob die Bohrung schön gängig ist, Hub und Zulaufventil testen - reklamieren (?)
Wie mir das Gefummel Spaß macht ... !!!

Genervt
Manfed
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Re: Scheinbar verschiedene Hauptbremszylinder

Beitragvon Letzter Fuffziger » Sa 8. Nov 2014, 17:17

Hallo Leute,

wie sich jetzt beim 2. Mal demontieren herausstellte, hat man offenbar in diesem Fall in ein 19er Gussstück eine 17,46er Bohrung eingebracht - raffiniert, aber warum?
War da vielleicht angedacht, auf stärkere Querschnitte umzusteigen und es waren schon Gussteile für eine Serie angefertigt, zu der es nie kam?
Könnte das evtl. was mit dem Coupè zu tun gehabt haben? Man weiß es nicht und wird es vermutlich nie erfahren.

Beim Bremszylinder war der Durchmesser des Innenkolbens in der Nut für die Dichtung etwas zu groß. Offenbar werden nach dem Nachbohren/ Honen hier Kolben für das Übermaß gefertigt.
Interessanterweise ist die Dichtmanschette nicht übermaßig. Sie war aber hier auf ein Maß geweitet, dass sie im drucklosen System beim Entlüften den Kolben am Zurückkommen gehindert hat. Dazu kamen noch unterdimensionierte Bohrungen am Kolbenfuß (der auf der Federmanschette aufliegt), so dass durch den geringen Durchfluss eine weitere Bremswirkung auftrat.
Aus der Nut vorsichtig 1/10 Durchmesser entfernt, die Bohrungen leicht erweitert und peinlichst gereinigt - "schon" gings!

Öfter mal was Neues!
Manfred
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