Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

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jensschumi
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon jensschumi » Di 13. Mär 2018, 21:26

Jetzt noch ein Update von der Lagerfront.

Habe das Geraffel heute zum Motorenbauer gebracht.
Vorher noch mal alles komplett vermessen und dabei Seltsames festgestellt:
Die Pleuellager (Schalenseite) sind bei eingebauten Schalen nicht rund.
Längs (Pleuelstangenrichtung): 44,66mm
60 und 120 Grad dazu: 44,60mm
Das erklärt wohl auch, daß das Tragbild der alten Lager teilweise schlecht bis grottig war.
Daß statt der erwarteten ca. 44,50mm die o.a. Werte rauskommen, liegt an Folgendem:
Grundmaß der Pleuel: 48,03 statt 48,00
Dicke der Lager ca. 1,71 statt 1,743 (Nennmaß)

Beim Motorenbauer fiel noch auf, daß die Klemmfäuste teilweise nicht sauber auf den Pleueln sitzen.
Also bündig gegen die Kurbelwangen sind 'se schon, allerdings ist die Kontaktstelle an den Verschraubungen teilweise leicht 'spaltig'.

Ich habe erstmal alles dagelassen, die machen sich jetzt Gedanken über die Sinnfähigkeit von irgentwelchen Abeiten und über den daraus resultierenden finanziellen Schaden.

Dafür läuft gerade Plan B1 an:
Wir haben noch einen 34 PS Motor, der bei der Autodemontage noch lauffähig war.
Den werden wir von außen durchchecken und einbauen, wenn ok

Einen Plan B2 haben wir auch noch:
Da ist noch ein Motor aus einem Schlachtfahrzeug, der hoffentlich noch verwertbare KW/Pleuel hat.
Die dann entweder 1:1 einbauen oder - wenn verschlissen aber sonst ok - wieder weiter bei Plan A: Zum Motorenbauer mit den neuen Teilen.

Bzgl. Unterschiede 34-38PS:
habe ich recherchiert, dabei übrigens das Dokument im vorigen Beitrag gefunden.

Kommendes WE geht's weiter, dann kommt mein Pap mit dem ganzen Kram.

Eine Frage ist noch nicht ganz geklärt:
Die Ansaugspinne ist bei 34PS dünner.
Ich vermute daß die Flansche kompatibel sind, also Spinne 38PS passt 1:1 auf Block 34PS?

Gruß
Jens

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Letzter Fuffziger
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon Letzter Fuffziger » Mi 14. Mär 2018, 17:46

Hmm, mit dem vorgesehenen Schleifmaß hättstde das erlaubte Spiel von 0,069 +- 0,028 tatsächlich "gerissen". Der 3 Hunderstel zu große Sitz fällt eher weniger ins Gewicht. Man könnte ja ein bischen größer schleifen, bleibt aber das Problem mit der Unrundheit.

Einen "unrunden" Verschleiß der Pleuellager halte ich für normal, schließlich ist die Belastung im Abwärts-Arbeitstakt auf die obere Lagerschale um ein mehrfaches höher als in den übrigen Positionen, eingeschränkt gilt das auch für den Verdichtungstakt (untere Lagerschale). Dass allerdings (davon?) Pleuelsitze unrund werden könnten, ist mir noch nicht aufgefallen, auch Spalten sind mir an der Verschraubung nicht untergekommen. Muss ich direkt mal bei den drei Kurbelwellen prüfen, die gerade "offen" sind.
Wenn das fehlende Maß bei den Lagerschalen stimmt, finde ich das heftig für einen Markenhersteller. Ich würd's zurückschicken.

Was den 34er Motor angeht, liegst Du richtig, es gab unterschiedliche Kanäle (und Ventile) zum 45er, aber für 34 oder 38 PS sind nur die Anbauten "zuständig"!

Manfred

PS: habe heute 2 Satz Pleuel gemessen. Keines ist um mehr als 2/100 unrund - und auch nicht unbedingt immer in Pleuel-Richtung.
Was ich anfange, bringe ich auch zue

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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon jensschumi » Sa 17. Mär 2018, 22:22

Hallo Manfred,

danke für die Infos.

Plan B2 läuft mittlerweile, wir haben den Motor heute inspiziert und bereits eingebaut - nur noch ein paar Anbauteile morgen, dann Probefahrt :-)

Probleme:
Das Ölfiltergehäuse hat sich bis zum Bruch geweigert zu kommen.
Dichtung war geklebt und Korrosion im Bereich über dem O-Ring - wohl trocken eingebaut...


Positives:
Motor hat wohl keine Standschäden abbekommen.
Ölwanne nicht übermäßig verschlammt, allerdings ist das Ölsieb 'verschwunden'.
'Sockelring' und Dichtring waren noch da.

Gruß
Jens
Zuletzt geändert von jensschumi am So 18. Mär 2018, 23:53, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon jensschumi » So 18. Mär 2018, 19:49

So,
Motor ist drinnen und läuft auch gut.
Bisher keine Auffälligkeiten beim Probelauf, eine Testfahrt konnte mangels Schneeketten noch nicht stattfinden...

Danach bin ich den Motor vom Schlachtfahrzeug angegangen.
Motor fest.
Auf einer Seite trockener rostiger Belag im Zylinder, auf der anderen Seite Schmand und Schmodder, mit Pfütze (Bilder waren vor WD40)
Hat jemand eine Geheimrezept, wie man sowas auseinanderbekommt?
Mir geht es ja vorrangig um die Pleuel und Kurbelwelle - da habe ich noch Hoffnung.

Bisher gemacht:
Klopfen auf die Kolben
Einweichen mit WD40 - läuft seit heute nachmittag

IMG_1610.JPG


IMG_1615.JPG


Der Motor hatte den zuvor abgebildeten Öldeckel statt Ölfilter und den Öldruckschalter am Motorgehäuse.

Kann das ein frühes Exemplar sein? Finde gerade keine Motornummer-Zuordnung.

IMG_1621.JPG


Gruß
Jens
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon arn » So 18. Mär 2018, 22:01

Hallo Jens
ich verfolge den Bericht mit großem Interesse (und Vergnügen!). Eine Frage bleibt: am 28.2.: " alles vermessen..." - die Bierflasche, Normalmaß oder aufgebohrt?
Arn

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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon jensschumi » So 18. Mär 2018, 23:48

Normalmaß :-)
Wurde auch nur aufgrund meiner optimistischen Grundstimmung da platziert :-)

Gruß
Jens

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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon jensschumi » So 25. Mär 2018, 13:32

Statusbericht:

Ersatzmotor ist drinnen und Auto läuft - allerdings quälend lahm.

100 mit viiieeel Anlauf - muß das so?
Kompression habe ich gemessen, 3x9bar und 1x 8,5bar - sollte ok sein.

Das Klacken ist auch noch nicht weg, allerdings habe ich gerade beim Bremsenprüfen den Fehler gefunden.
Der linke untere Achsschenkel hat ca. 5mm Luft *in Fahrtrichtung*, da hat der frühre Oberschrauber wohl eine Scheibe oder Distanzbüchse vergessen...

Beim Vergessen war er wohl auch ein ganz Guter, der Stützring am linken vorderen Radlager fehlt ebenfalls...

Die Bremsen sind alles andere als hipp, insbesondere ziehen die im Grenzbereich ungleichmäßig - beim TÜV brauche ich so gar nicht erst auftauchen.
Ich werde mir gleich nochmal die ganze Bremsanlage anschauen, denke aber daß die Technik ok ist.

Ev. müssen die Beläge neu.
Ersatz aufnieten oder aufkleben lassen?
Wenn Ersteres, was passt?

Eins noch:
Ich brauche dringend neue Pedalgummis.
Irgentwas bekannt, Lloyd Logo wäre zwar schön aber nicht Pflicht ;-)

Gruß
Jens

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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon Letzter Fuffziger » So 25. Mär 2018, 16:18

Kleben, z.B. Bremsen-Schöbel Nürnberg! Die messen auch die richtige Größe an. Krumm ziehen liegt oft nur an Luft oder der Exzenter-Einstellung.

Grundsätzlich geht ein ordentlicher gut eingestellter 38er Motor locker 120+, mein zuletzt gefahrener mit 1-2-3-Zündung per Stoppuhr hin- und zurück gemesen fast 130.
Bei tauglicher Kompression kommen in Frage: Ventilspiel; Verteiler (Verschleiß, Kontaktabstand, Zündzeitpunkt); Vergaser (Düsen sauber, richtige Größen?)
Die Zahnstellung des Stirnrads lässt sich ja nun mal von außen nicht prüfen.
Was ich anfange, bringe ich auch zue

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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon jensschumi » Mo 26. Mär 2018, 10:26

Dann wohl zum Schöbel mit den Dingern.
Ich habe gerade ein paar Backen ohne Beläge hier - der Plan mit Schöbel war schonmal vor längerer Zeit aktuell...

Was nimmt der Mann für einmal rundrum?
Und wie lange braucht der so?

Habe jetzt nochmal genauer geschaut.
Hinten links ist deutlich schlechter als rechts, daher zieht die Kiste schief.
Zum Blockieren bekomme die vorderen Bremsen mit der Fußbremse, bzgl. hinten kann ich nichts genaues sagen - das rechte blockiert wohl auch.
Bei Handbremse blockiert's hinten, aber versetzt.

Luft ist keine im System, Druckpunkt ist gut.
Exzenter sind *extrem* genau eingestellt.
Schlauch hinten links ist auch nicht zugequollen, da geht genug Saft durch (mit offenem Nippel geprüft).
Beim Zerlegen hatte ich links und rechts andere 'Spangenfedern' gefunden, allerdings macht ein Seitenwechsel derselben auch keinen Unterschied.

Werde jetzt noch die Beläge r-l wechseln.


Zur Leistung:
einzig die Düsen habe ich nicht geprüft.

Den anderen Kram gehe ich nochmal durch.
Kerzenbild ist rehbraun, CO gemessen mit meiner Kiste 3,5%

Nochmal zu den Pedalgummis:
Weiß da jemand was?

Gruß
Jens

Nachtrag:
habe die Bremsen zerlegt.
Seltsamerweise sind die Druckstangen (Pos 25) identisch, meiner Meinung nach müßten die spiegelbildlich sein.
Haben auch andere Teilnummern.
Pap sucht gerade in seinem Teilehaufen nach der Wahrheit :-)

Habe übrigens eine Preisliste sowie Lieferzeit vom Schökel bekommen, die sind schnell aber nicht billig ;-)

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arn
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Re: Nach dem Kauf ist vor der Reparatur - Ölleck Antriebswelle

Beitragvon arn » Di 27. Mär 2018, 12:03

Hallo Jens
ich kann Dir zwei Pedalgummis abgeben, zwar schon etwas angelatscht, aber noch voll TÜV-tauglich. Ein Neues hab ich auch noch, heb ich auf als Muster für eine ev. Nachfertigung.
Grüße!
Arn


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